Am 23. Oktober 1965 unterschrieben die Bürgermeister von Brilon und Hesdin ein Freundschafsgelöbnis zwischen den Städten.
"Wir, die freigewählten Bürgermeister von Brilon und Hesdin gehen heute die feierliche Verpflichtung ein, dauernde Freundschaftsbande zwischen unseren Städten zu knüpfen und Austauschbestrebungen zwischen unseren Bürgern auf allen Gebieten zu begünstigen." Mit diesen Worten eröffnet die Urkunde das Freundschafsgelöbnis zwischen den deutsch-französischen Partnern. Dass dies nicht nur leere Worte einer neuen Politik der Aussöhnung der früheren "Erbfeinde" waren, lässt sich 60 Jahre später durch zahlreiche Begegnungen und Austauschprogramme belegen.
Nur zwei Jahre nach dem Elysee-Vertrag von 1963 unterschrieben die Bürgermeister der sauerländischen Stadt Brilon und der nordfranzösischen Stadt Hesdin diese regionalgeschichtlich bedeutende Urkunde der Freundschaft. Diese Urkunde ist unter der Aktennummer D450 im Stadtarchiv Brilon verzeichnet. Erste Kontakte, die vor allen Dingen von Pierre Martin aus Lille initiiert wurden, gab es bereits 1959. Im Jahr 1965 war eine große Gruppe von Sportlern und Sportlerinnen aus Hesdin und Umgebung zu Gast in Brilon und Marsberg, organisiert durch den Kreissportbund. Ausgetragen wurden in beiden Städten sportliche Wettkämpfe. Die Verantwortlichen aus Hesdin wünschten die Kontakte mit Brilon zu vertiefen. Nach ausführlichen Diskussionen in den Räten von Hesdin und Brilon wurde beschlossen, eine offizielle Städtepartnerschaft zu gründen. Am 23. Oktober unterschrieben die beiden Bürgermeister Jean Delannoy und Franz Hillebrand die bereits erwähnten Freundschaftsurkunden, in denen sie versprachen, „dauerhafte Freundschaftsbande zu pflegen“.
Im Jahr 1985, 20 Jahre nach dem ersten Gelöbnis, erneuerten die Bürgermeister dieses Freundschaftsgelöbnis unter dem Vorsitz des deutschen Konsuls in Lille. Diese beiden Dokumente sind hier abgebildet.
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